Keine Frage, Minister müssen häufig irgendwo hinfliegen. Das sei ihnen ja auch gerne gegönnt. Wenn aber ausgerechnet ein Umweltminister in einem “Alleinflug” für einen nachhaltigen Beitrag in der Umweltbilanz sorgt, dann ist das schon bemerkenswert. Da kann auch nicht der wunderbare Satz mehr helfen: “…. alle Flüge der Bundesregierung ein Klimaschutz-Ausgleich vorgesehen sei. Für den berechneten CO2-Ausstoß werde eine entsprechende Summe an Klimaschutzprojekte überwiesen.”
Bei allem Respekt für die “Wiedergutmachung”: Das kommt mir jetzt so vor, als wenn ich erst meine Frau prügeln würde und ihr nachher ein Pflaster aufkleben würde, dann wäre es ja auch nicht mehr so schlimm.
Gescheit wäre es gewesen: Kosten sparen, Linienmaschine nehmen, Verschmutzung verhindern, Teil des gesparten Geldes für Umweltschutzprojekte verwenden und dadurch die Umweltbilanz zu verbessern.
Hat der Minister sich eigentlich einmal die Kosten für den Flug und die genaue Umweltbelastung erklären lassen? Für einen Umweltminister einfach nicht nachvollziehbar für mich, was er da macht. Oder hat der Minister jetzt auch das Ressort Umweltschmutz mit dabei, das wäre mir neu?
Dafür kann ich nur einen ökologisch wenig bedenklichen Toast (Echt Vollkorn!) vergeben, bitte sehr!

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Das Bundesverfassungsgericht hat die bisher in acht Bundesländern praktizierte Form der Videoerfassung von Kfz-Kennzeichen als verfassungswidrig eingestuft.
Die jetzt übliche Vorgehensweise sei ein Verstoß gegen die informationelle Selbstbestimmung der Bürger. Eine eventuelle Überwachung dürfte nur in sehr engem gesetztlichen Rahmen stattfinden, den die bisherigen Regelungen absolut nicht darstellen.
Nach meiner Wahrnehmung jetzt schon in kurzer Zeit der zweite Hinweis des BVGs darauf, dass es mit den Träumen mancher “Gesetzemacher” vom “Überallstaat” nicht ganz so einfach geht. Über den letzten Fall (NRW-Verfassungsgesetz) hatten wir uns hier auch ausgelassen.
Ich komme von der merkwürdigen Vorstellung nicht weg, dass jetzt überall solche Gesetze erst einmal eingeführt werden, verbunden mit der Hoffnung, dass sich nicht überall Kläger finden, die ihre Rechte bis vor das BVG verteidigen…. Außerdem dauert eine Entscheidung ja seine Zeit, bis dahin wird im Normalfall ja das erst später wieder “kassierte” Gesetz sein Unwesen treiben dürfen.
Für diese -trotz der heutigen Entscheidung!- wenig erfreulichen Aussichten gibt es einen Toast, bitte sehr!

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Ich kann mir nicht helfen, aber die jetzt überall neu eingerichteten Umweltzonen in den Innenstädten wirken auf mich in gewisser Weise wie purer Aktionismus:
Erstens scheint mir das “Strafkonzept”, das dahinter steckt, völlig überzogen. Punkt in Flensburg?? Touristen und Ausländer, die von der Existenz keine Ahnung haben können, nachhaltig zu vergraulen? Was machen Betriebe, die auf Anlieferungen mit LKWs angewiesen sind?
Zweitens: Für mich sieht das so aus, als ob die Politiker jetzt bei den wehrlosen Bürgern mit aller Macht die bisherigen Versäumnisse in der Umweltpolitik per Verordnung wieder ausbügeln wollen. Das ist auch viel bequemer, als sich vor 10 Jahren mit der Autoindustrie anzulegen und damals um bessere Umweltbilanzen für Newagen zu kämpfen. Dann hätten wir heute wahrscheinlich viel weniger Regelungsbdarf in diesem Bereich.
Drittens: Der öffentliche Nahverkehr hat fast überall mit deutlichen Finanzproblemen zu kämpfen, was seine Konkurrenzfähigkeit im Vergleich zum Individualverkehr sehr beschränkt. Auch da hätten verantwortungvolle Politiker schon vor langer Zeit sinnvollere Richtungsentscheidungen treffen müssen.
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US-Präsident Bush hat sein Veto gegen ein vom US-Kongress bereits verabschiedetes Anti-Folter-Gesetz eingelegt…. Bush führte sein Veto darauf zurück, dass der Auslandsgeheimdienst CIA dann nicht mehr effektiv gegen abgehärtete Terroristen vorgehen könnte.
Schon absolut erstaunlich, wie eine Nation, die sich im Namen von Freiheit und Demokratie an führender Stelle in die Weltpolitik mischt, an einer solchen entscheidenden Stelle versagen kann. Wo soll denn noch überhaupt eine Legitimation für Handlungen und Aktionen herkommen können, wenn vor der eigenen Haustür die fundamentalen Rechte und Konventionen nicht eingehalten werden?
Natürlich muss eine Demokratie wehrhaft sein und sich gegen Feinde, die mit allen “unsauberen” Mitteln antreten, wehren können. Dabei darf aber bei allen Maßnahmen, die die Demokratie zur Abwehr trifft, das Recht und die Gerechtigkeit nicht verletzt werden. Nur ein solches Verhalten macht die Demokratie und ihre Werte attraktiv, was ihr wichtigstes Mittel im Kampf gegen ihre Feinde ist.
Diese Erkenntnis muss bei G. Bush völlig abhanden gekommen sein…. Halbwegs tröstlich ist nur, dass bei vielen Amerikanern auch absolutes Unverständnis über dieses Veto herrscht, das rettet aber auch den Toast nicht mehr, bitte sehr!

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Geschrieben von: admin in Regionales, tags: Regionales
Den Kieler Nachrichten entnehme ich heute folgende Meldung: Ein Ferienhaus in St. Peter-Ording soll 50 Jahre(!) nach seinem Bau jetzt abgerissen werden, weil es einige Meter von der Stelle entfernt erbaut wurde, die die Baugenehmigung damals festgelegt hatte. Für den jetzigen Standort des Hauses gibt es also formal keine Baugenehmigung. Der heutige Besitzer, der damals nicht der Bauherr war, hatte sich zwar die Baugnehmigung beim Erwerb des Hauses zeigen lassen, aber nicht den genauen Standort des Hauses überprüft, wer kommt denn auch auf so eine Idee…..
Dem Besitzer ist erst seit einigen Jahren bekannt, dass sein Häuschen ein Schwarzbau ist.
Selbst der Petitionsausschuss (wohl des Landtages), so schreibt die KN, hatte eine “einvernehmliche Lösung im Sinne der Bürgerfreundlichkeit” empfohlen, die Kreisbehörden beharren aber jetzt endgültig auf dem Abriss, was der Rechtslage formal entspricht.
Für den Besitzer bedeutet diese Entscheidung nicht nur, dass jetzt die Abrisskosten auf ihn zukommen, sondern auch einen gravierenden Einschnitt in seiner Lebensplanung: Er wollte mit seiner Frau in dem Ferienhaus seinen Lebensabend verbringen.
Für so viel bürokratische Pflichterfüllung, gepaart mit unerhörtem Fingerspitzengefühl nach einem halben Jahrhundert kann es nur eine besondere Auszeichnung geben, bitte sehr:

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In vielen Foren und News-Tickern war das in den vergangenen Stunden die Meldung: Offensichtlich waren viele Webseiten, darunter Google, heute für T-Online Benutzer mehrere Stunden nicht erreichbar. Keiner hatte eine Erklärung oder gar technische Details zur Hand, was die Sache dann unspektakulär beendet hätte. Es hätten höchstens einige Nutzer mal wieder ihren Ärger über den “Roten Riesen” verkündet.
Es kam aber so: In fast jedem Forum wurde wild spekuliert, was denn nun die Ursache wäre, je fantastischer die Spekulationen waren, desto mehr Antworten gab es auf diese Spekulationen hin….
Die beiden absurdesten Meldungen, die mir dabei untergekommen waren, will ich hier anführen:
“Microsoft hat Google gekauft und dann abgeschaltet! ”
“Das war ein Terroranschlag!”
Für die heute wieder aufgewärmte Erkenntnis, dass gegen Gerüchte absolut kein Kraut gewachsen ist, bekommt die Internet-Community jetzt einen Toast, bitte sehr!

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Geschrieben von: admin in Regionales, tags: Regionales
Laut einer Meldung bei T-Online (immer ein Fundort für Mitteilungen, die die Welt nicht braucht, wenn man nur etwas sucht!) hat eine Briefträgerin in den letzten fünf Jahren ca. 23000 Briefe nicht zugestellt, darunter ungefähr 1000 Einschreiben. In insgesamt 15 Jahren hat sie 29000 Briefe unterschlagen.
Mir geht dabei folgende Frage durch den Kopf: Wie können in fünf Jahren in einem wohl räumlich ziemlich abgegrenzten Gebiet 1000 Einschreiben verschwinden, nach deren Zustellung die Einlieferer sich wohl in den meisten Fällen erkundigen werden, wenn keine Resonanz vom Empfänger kommt? Rein rechnerisch ist jeden zweiten Tag ein Einschreiben in diesem Gebiet verschwunden, das soll die Post erst nach fünf Jahren bemerkt haben und die Verursacherin ausfindig gemacht haben?
Für mich sieht das eher danach aus, als ob das Beschwerdemanagement und die internen Kontrollen bei der Post so richtig schön versagt haben.
Dafür gibt es jetzt einen (virtuellen) Toast, der zum Glück nicht per Einschreiben geschickt werden muss!
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Erst macht die Frau Ypsilanti jetzt wahrscheinlich das, womit uns der Herr Koch schon vorher Angst gemacht hat. Und Manfred S. in geheimer Verabredung mit Frank B stellt überall noch schnell die Motoren in den Zügen, Bussen und Fliegern ab, damit wir das auch alle live erleben müssen und bloß nicht vorher noch die Kurve kratzen können! Wenn das mal kein Zufall ist!
Einen Vorteil hat das vielleicht ja doch noch, wenn das alles zusammen kommt: Die Frau Ypsilanti kommt auch nicht weg!
Nein, liebe Leser, es verhält sich ganz anders: Aus Rationalisierungsgründen werden jetzt auch die schlechten Nachrichten zusammengefasst, nach neusten Forschungen versauen mehrere schlechte Nachrichten den Tag nur geringfügig mehr als eine einzige schlechte Nachricht. Da haben die drei Hauptpersonen in unserem kleinen Drama schnell noch zusammengelegt und machen einen auf “konzertierte Aktion”. Nur den Mehdorn haben sie nicht mitspielen lassen, der ist jetzt sauer, das kann ich jetzt nun doch auch mal verstehen!
Wir schließen uns den Forschungsergebnissen an, wir vergeben nur einen Toast, dafür an alle Mitspieler gemeinsam, bitte sehr!

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Vor gut zwei Wochen war ich zuletzt tanken. Unser kleiner Diesel hat zum Glück nicht zu großen Durst. Beim letzten Tanken waren € 1,189 für den Liter Diesel zu zahlen, verbunden mit der Hoffnung, dass sich die Preise wieder etwas nach unten orientieren könnten. Beim heutigen Tanken waren € 1,319 für Diesel zu berappen. Die Preise schwingen sich im Moment wohl zu einem neuen Höchststand auf, was bei den Medien jetzt weitgehend unbeachtet bleibt. Den Mineralölkonzernen kann es nur angenehm sein, wenn sie auf Medienberichte nicht reagiern müssen. Sonst müsste als Begründung wieder irgendeine “plötzliche Situation” auf dem Spotmarkt herhalten, die auch keinen mehr überzeugen könnte.
Wenn das so weiter geht mit den Preisen, dann muss ich bald mit den verbrannten Toasts meinen Diesel befeuern!

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Geschrieben von: admin in Regionales, tags: Regionales
An einer noch recht neuen Umgehungsstraße in meiner Nachbarschaft stehen in kurzen Abständen Holzpfähle mit Minipodest oben an der Spitze. Lange Zeit haben wir uns gefragt, zu welchem Zweck diese Dinger denn da aufgebaut wurden… Es gab da verschiedene Theorien, zum Beispiel könnten die Pfosten ja von den Straßenbauarbeiten übrig geblieben sein. Bis ich jetzt die Auflösung erfahren habe: Das sind Aussichtsplattformen für Greifvögel!
Schlecht an der Sache ist nur, dass die durchaus reichlich vorhandenen Greifvögel an der Strecke davon offensichtlich auch nichts wissen, und demonstrativ sitzen sie dann auch überall herum, nur nicht auf den extra für sie erbauten Aussichtsplätzen. Wahrscheinlich hat man einfach vergessen die Vögel rechtzeitig von der ab jetzt für sie geltenden Sitzpflicht zu informieren!
Für diese sträfliche Unterlassung gibt es einen Toast, aber nicht die Vögel damit füttern!

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